Aller - Zeitung vom 08.09.2008
Bürgermeister ernten Gelächter
Völlig versunken in tiefen Gedanken begrüßte Stüdes Orts- bürgermeister Wolfgang Wöckener die Gäste im Festzelt. “Ich möchte Sie im Namen des Grußen ... äääh ... Stüder Ortsrates willkommen heißen“, sagte er – und erntete schallendes Gelächter.
Einige treffende Beobachtungen hat Gemeindebürgermeister Volker Arms beim Festumzug am Samstag gemacht – und diese für seine Rede beim Volksfrühstück am Sonntag verarbeitet. “Der Stüder an sich ist 1,90 m groß und/oder über 100 kg schwer“, sprach er im Stile einer Büttenrede. “Wer keine dieser beiden Voraussetzungen bis zum 40. Lebensjahr er- füllt hat, kann in Stüde nichts mehr werden“, erklärte er dem johlenden Publikum. Außerdem: “Der Stüder an sich hat kein Privatleben – denn er muß in mindestens 10 Vereinen sein.“ Sein Fazit: “In Stüde wird mehr gefeiert als gear- beitet.“
Alle Vereinsvorstände haben ihre Mitglieder umworben, beim großen Festumzug bei ihnen mit zu marschieren. “Die Ent- scheidung war nicht leicht“, sagte Harry Sarnow. Er schloss sich schließlich der Freizeitsportgemeinschaft an, dessen Vorstand er selbst angehört – und trug noch ein T-Shirt des Marathonvereins unter der Kleidung.