ALLER - Zeitung vom 09.06.2011
Ein neuer Wippbrunnen für den Dorfplatz
Organisatoren der 444-Jahr-Feier finanzieren
das Bauwerk aus dem erzielten Überschuss
Alter Kupferstich: Schon 1695 gab es auf dem Stüder Dorfplatz einen Wippbrunnen. Chavier Hier soll er hin: Wolfgang Wöckener zeigt an den Überresten des alten Wippbrunnens, wo die hölzerne Konstruktion aufgebaut werden soll.
(cha) Dort wo einst der alte Wippbrunnen auf dem Dorfplatz stand, soll schon bald ein neuer stehen. Möglich wird dies durch den Überschuß aus der 444-Jahr-Feier. „Wir haben damals mit unserem Privatvermögen gehaftet“, erzählt Friedhelm Weidemann. Er hatte gemeinsam mit André Bischoff und Peter Grüning die Verantwortung übernommen. „Wir haben sogar einen Überschuss erzielt“, freut sich der Stüder. „Und der soll jetzt der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen.“
Da auf dem Dorfplatz noch die steinernen Überreste des alten Wippbrunnens erhalten sind, soll die dazu gehörige Holzkonstruktion neu errichtet werden. „Das machen wir in Eigenregie“, sagt Weidemann. Unter Federführung von Peter Grüning seien die Materialien bereits besorgt worden. „Wir werden dafür ordentlich abgelagertes Eichenholz benutzen“, erläutert Weidemann. Hinzu kommen unter anderem speziell angefertigte Metallbeschläge. Es seien ein oder zwei Arbeitseinsätze geplant, um den Wippbrunnen, dessen Schacht nach wie vor verschlossen bleibt, aufzubauen. Kosten: rund 2000 Euro.
Wenn der Brunnen fertig ist, soll es ein Fest für das ganze Dorf geben. „Es freut mich ganz besonders, dass wir im Dorf Leute haben, die so etwas möglich machen“, sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Wöckener.
Den Brunnen habe es im Dorf bereits 1695 gegeben. Darauf weise ein alter Kupferstich hin, der im Bürgerhaus hängt. Ärgerlich finden alle Beteiligten, dass „es recht lange dauert, bis wir die Genehmigung bekommen, den Wippbrunnen aufzustellen“, so Weidemann. Die soll nun der Ortsrat auf seiner Sitzung am 16. Juni erteilen.