ALLER - Zeitung vom 29.07.2011
Schmuckstück für den Dorfplatz
Wippbrunnen wie anno dazumal

Überschüssige Einnahmen der Stüder 444-Jahr-Feier
kommen dem Dorf zugute
Tadelloser Hingucker: Den Stüder Dorfplatz ziert jetzt ein schmucker Wippbrunnen nach historischem Vorbild. (Ron Niebuhr) (rn) Auf eine 447-jährige Geschichte blickt Stüde zu- rück. Sein 444-jähriges Bestehen hat der Sassenbur- ger Ortsteil 2008 so erfolgreich gefeiert, dass auch der Kassensturz gut ausging. Und das erwirtschaftete Plus ist jetzt dem Dorfplatz zu Gute gekommen: „Wir haben den Wippbrunnen nach historischem Vorbild wieder aufgebaut“, berichtet André Bischoff.
Gemeinsam mit Peter Grüning und Friedhelm Weide- mann hat er damals das Jubiläumsfest finanziell abge- sichert. Für das Trio war klar, dass ein möglicher Ge- winn dem Dorf zu Gute kommt. Die zündende Idee: den Wippbrunnen wieder herrichten.
Einen Versuch hatten die Stüder bereits 1995 gewagt – zum 300. Jahrestag des historischen Brunnens. Von Dauer war der aber nicht: „Eine einfache Konstruk- tion, nichts für die Ewigkeit“, erinnert sich Bischoff. Wohl knapp drei Jahre hat sie gehalten.
Diesmal ist das anders: massive Eichenstämme in Eigenarbeit akribisch geschält, geschliffen und lasiert, gusseiserne Beschläge aus Kunstschmiedehand und schwere Betonfundamente. „Alles tadellos gearbeitet. Das hält wenigstens 100 Jahre“, ist Bischoff überzeugt. Den Stamm mit der passenden Astgabel haben die Stüder beim Joggen am Kanal entdeckt. „Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat ihn gefällt und uns überlassen“, erzählt Grüning. Aufgebaut haben den Brunnen neben Bischoff, Grüning und Weidemann auch Eckard Fricke, Henning Bock und Torsten Bethge.
Ganz fertig ist das Schmuckstück nicht – es fehlen Feldsteine und ein Ring aus Granitsteinen. Eingeweiht wird der Brunnen auf dem Dorfplatz daher erst am Samstag, 17. September, um 17 Uhr bei Gegrilltem und Getränken.